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Publikationsfonds Zeitschriftenartikel

gefördert durch Deutsche Forschungsgmeinschaft

Im Januar 2018 wurde der Open-Access-Publikationsfonds aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Humboldt-Universität zu Berlin eingerichtet. Die Förderung ermöglicht die Finanzierung von Publikationskosten (Article Processing Charges, APCs) für Zeitschriftenartikel. Es werden nur Artikel finanziert, die von HU-Angehörigen in Open-Access-Zeitschriften veröffentlicht werden und die die von der DFG formulierten Bedingungen für die Kostenübernahme erfüllen. Der Fonds wird von der Universitätsbibliothek verwaltet.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme

Von Seiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Humboldt-Universität gelten folgende Kriterien und Rahmenbedingungen zur Finanzierung von Artikeln aus dem Publikationsfonds:

  • Jede*r Antragstellende muss bei Antragstellung Mitglied der Humboldt-Universität sein und am Artikel entweder als „submitting author“ oder als „corresponding author“ mitwirken. Angehörige der Charité können über den Publikationsfonds der Charité einen Antrag auf Förderung stellen.
  • Die gewählte Zeitschrift publiziert alle Artikel sofort nach Erscheinen Open Access. Weiterhin erfüllt die Zeitschrift jene für das jeweilige Fach geltenden wissenschaftlichen Qualitätskriterien.
  • Die Zeitschriften der geförderten Artikel müssen im Directory of Open Access Journals (DOAJ) gelistet sein.
  • Ausgeschlossen von der Förderung sind Open-Access-Optionen für einzelne Beiträge in subskriptionspflichtigen Zeitschriften (sogenanntes hybrides Open Access) sowie Beiträge in sogenannten Mirror Journals/Sister Journals (Open-Access-Ablegern von subskriptionspflichtigen Zeitschriften).
  • Geförderte Artikel müssen unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden, möglichst einer Creative-Commons-Lizenz (bevorzugt Creative Commons Attribution / CC BY).
  • Die Kosten von 2.000 € (inklusive MwSt.) pro Artikel dürfen nicht überschritten werden. Teilfinanzierungen sind derzeit nicht vorgesehen.
  • Für die Antragstellenden darf keine Möglichkeit bestehen, die Publikationskosten aus dazu vorgesehenen Drittmitteln (Publikationsmittel im Rahmen von DFG-, BMBF- oder EU-Projekten) zu begleichen.
  • Antragsstellende sollten über eine ORCID ID verfügen.
  • Der Artikel erscheint in den Jahren 2020–2021.

Schritte zur Publikationskostenübernahme

Ihr Artikel ist beim Verlag eingereicht und zur Veröffentlichung akzeptiert

  • Bitte prüfen Sie, ob Ihr Artikel den Förderbedingungen entspricht. Nehmen Sie gerne auch im Vorfeld unsere Beratung zu Fragen des Publizierens im Open-Access-Modell in Anspruch.
  • Sofern Ihre Publikation den Förderkriterien entspricht, füllen Sie bitte das Webformular für den Antrag auf Publikationskostenübernahme aus und reichen Sie über das Formular die Zusage oder das Preisangebot des Verlags als PDF-Dokument ein.
  • Sie erhalten in der Regel innerhalb einer Woche eine Information, ob die Finanzierung Ihres Artikels aus dem Fonds übernommen werden kann.
  • Haben Sie von uns eine Förderzusage erhalten, veröffentlichen Sie den Artikel im geplanten Verlag. Folgender Hinweis auf die Förderung aus dem Publikationsfonds der Humboldt-Universität zu Berlin muss in der Publikation angegeben werden: „We acknowledge support by the German Research Foundation (DFG) and the Open Access Publication Fund of Humboldt-Universität zu Berlin.“
  • Nach Bezahlung der Rechnung durch die Universitätsbibliothek erhalten Sie eine Nachricht. Zusätzlich zur Verlagsveröffentlichung wird Ihr Artikel auf dem edoc-Server (Open-Access-Publikationsserver der Humboldt-Universität) verfügbar gemacht.

 

Ihr Artikel ist bereits veröffentlicht und die Kosten wurden von Ihnen oder Ihrem Bereich bezahlt

  • Bitte prüfen Sie, ob Ihr Artikel den Förderbedingungen entspricht. Nehmen Sie gerne auch im Vorfeld unsere Beratung zu Fragen des Publizierens im Open-Access-Modell in Anspruch.
  • Sofern Ihre Publikation den Förderkriterien entspricht, füllen Sie bitte das Webformular für den Antrag auf Publikationskostenübernahme aus und reichen Sie über das Formular die Rechnung des Verlags als PDF-Dokument ein. Bitte geben Sie im Anmerkungsfeld die Angaben zur Bezahlung an (Verauslagung privater Mittel, Bezahlung über Institutsmittel etc.)
  • Sie erhalten in der Regel innerhalb einer Woche eine Information, ob die Finanzierung Ihres Artikels aus dem Fonds übernommen werden kann.
  • Wir klären mit Ihrem Verwaltungsbereich den internen Zahlungsausgleich.
  • Zusätzlich zur Verlagsveröffentlichung wird Ihr Artikel auf dem edoc-Server (Open-Access-Publikationsserver der Humboldt-Universität) verfügbar gemacht.

Grundsätze der Mittelverteilung

  • Ein Antrag auf Übernahme der Publikationskosten kann gestellt werden, wenn der Aufsatz seitens des Verlags für eine Publikation akzeptiert wurde oder bereits veröffentlicht ist. Über die Reihenfolge der Finanzierung entscheidet grundsätzlich das Datum der Antragstellung.
  • Im Sinne der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, dem sich die Humboldt-Universität in ihrem Leitbild verpflichtet, werden ab 75 % der Ausschöpfung des Fonds Nachwuchswissenschaftlerinnen und - wissenschaftler (Doktoranden und Postdocs) bevorzugt gefördert.
  • Pro Person werden höchstens zwei Publikationen pro Jahr gefördert.
  • Angehörige der Charité – Universitätsmedizin Berlin reichen ihre Anträge bitte direkt über den Publikationsfonds der Charité ein.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf einige Fragen zur Förderung aus dem Publikationsfonds finden Sie unseren FAQ zu Open Access.

Transparenz

Die bisher aus dem Publikationsfonds geförderten Publikationen finden Sie nach Veröffentlichung auch auf dem edoc-Server, dem Open-Access-Publikationsserver der Humboldt-Universität.

Die für die Finanzierung angefallenen Kosten werden jeweils nach Abschluss des Jahres auf der Plattform der Initiative Open APC für jeden einzelnen Artikel dokumentiert. Dort teilen Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihre Ausgaben für Open-Access-Publikationsgebühren als offene und visuell aufbereitete Daten. Dadurch lassen sich erstmalig die Förderungen der deutschen Wissenschaftseinrichtungen für Open-Access-Veröffentlichungen transparent und vergleichbar darlegen. Dies erlaubt es der Wissenschaft und der Gesellschaft, sich an der öffentlichen Diskussion über den Wandel des wissenschaftlichen Publizierens im Kontext der Open-Access-Transformation zu beteiligen.

Kosten nach Verlagen (via Open APC)

Kosten nach Zeitschriften (via Open APC)