DEAL-Projekt

Die HU unterstützt das Projekt DEAL der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, das den Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriften verbessern möchte.

 

Ziel des DEAL-Projektes

Ziel des DEAL-Projekts sind bundesweite Lizenzen mit den großen Zeitschriftenverlagen Springer/Nature, Wiley und Elsevier, die ermöglichen, dass die Artikel deutscher korrespondierender Autorinnen und Autoren (corresponding authors) künftig Open Access veröffentlicht werden. Auf diese Weise sollen die bisherigen Lizenzkosten durch eine am Publikationsaufkommen orientierte Finanzierung ersetzt werden.

 

Zeitplan des DEAL-Projektes

2014: Vorbereitungsphase (Projektstruktur, Mandatseinholung)

2016: Start der Verhandlungen mit dem Verlag Elsevier

2017: Start der Verhandlungen mit den Verlagen Springer/Nature und Wiley

 

Aktueller Projektstand 2018

Springer/NatureÜbergangslösung für das Jahr 2018, die den Weg für eine bundesweite Lizenz ab 2019 offenhält
WileyÜbergangslösung für das Jahr 2018, die den Weg für eine bundesweite Lizenz ab 2019 offenhält
ElsevierUnterbrechung der Verhandlungen Anfang Juli 2018

Die seit Mitte 2016 mit Elsevier geführten Verhandlungen konnten bisher nicht zu einem Abschluss gebracht werden. Nach den Informationen des DEAL-Projekts hat der Verlag bisher kein Angebot gemacht, das den Erwartungen der Verhandlungsgruppe des DEAL-Projekts entspricht.

Um nachdrücklich zu verdeutlichen, dass die deutsche Wissenschaft einen Wandel in der Finanzierungspraxis der Nutzung wissenschaftlicher Zeitschriften fordert, hatten bereits im Juni 2017 die Präsidien der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität sowie der Vorstand der Charité in enger Abstimmung beschlossen, den bis 2017 laufenden Zeitschriften-Vertrag mit Elsevier nicht zu verlängern.

Dieser Beschluss erfolgte im Schulterschluss mit knapp 200 Einrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen) deutschlandweit, die ihre Zeitschriften-Subskriptionen bei Elsevier ebenfalls gekündigt haben.

 

Zugang zu Elsevier-Zeitschriften an der HU

Mit dieser Kündigung befindet sich die Humboldt-Universität ab dem 1. Januar 2018 in einem vertraglosen Zustand. Seit Anfang Juli 2018 hat der Verlag begonnen, das Spektrum der verfügbaren Zeitschriften stark einzuschränken. Der Jahrgang 2018 steht bei keiner Zeitschrift zur Verfügung.

Empfohlenes Vorgehen für die Suche nach einem Artikel

  1. Prüfen Sie zunächst in Primus, ob der Online-Zugriff auf die gewünschte Zeitschrift verfügbar ist, und folgen Sie ggf. dem angegebenen Link bis auf die Artikelebene.

Falls das nicht zum Erfolg führt:

  1. Nutzen Sie den Dokumentlieferdienst Subito. Für Beschäftigte der HU übernimmt die UB die Kosten. Achtung: Bitte wählen sie im Bestellprozeß im Falle einer Alternative zwischen einer Kopie aus einer gedruckten oder elektronischen Zeitschrift die gedruckte Version. Eine erfolgreiche Bestellung ist dann zur Zeit wahrscheinlicher.
  2. Wenn Ihnen der Weg über Dokumentlieferdienste nicht gelingt, wenden sich HU-Angehörige (Beschäftigte und Studierende) bis auf Weiteres über dieses Formular an die UB.

 

Diese mit mehr organisatorischen Aufwänden verbundene Versorgung bitten wir in Kauf zu nehmen. Die Humboldt-Universität unterstützt auf diese Weise mit 200 deutschen Wissenschaftseinrichtungen das Ziel des DEAL-Projekts, mit Elsevier zu konstruktiven Verhandlungen zurückzukehren.

Mit Fragen zum Projekt DEAL wenden Sie sich gerne an den Direktor der UB, Herrn Prof. Dr. Andreas Degkwitz (andreas.degkwitz@ub.hu-berlin.de). Fragen zur Aufsatzlieferung oder Verfügbarkeit bitte an ub.info-deal@hu-berlin.de.