Fundstücke. Ein Jahr Grimm-Zentrum

Grimmskrams

Kurioses und Alltägliches aus dem Grimm-Zentrum.

 


 

Finde den Fehler


 

Dieser Brief aus Tokyo stammt tatsächlich aus dem Jahr 2011. Wer findet den Fehler?

 


 

Menschliches, Allzumenschliches

Gefunden in Nietzsches “Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister”. Natürlich hat Nietzsche auch für den Krankenhausaufenthalt einen Aphorismus parat:

Wert der Krankheit. Der Mensch, der krank zu Bette liegt, kommt mitunter dahinter, daß er für gewöhnlich an seinem Amte, Geschäfte oder an seiner Gesellschaft krank ist und durch sie jede Besonnenheit über sich verloren hat: er gewinnt diese Weisheit aus der Muße, zu welcher ihn seine Krankheit zwingt.” (“Menschliches, Allzumenschliches”, Aphorismus 289)

Wir wünschen in jedem Fall gute Besserung!

 


 

Batcave im Grimm-Zentrum?
 

Nein, nur der Sommer in Berlin…
 

 


 

Kalte Küsse

 


 

Die Fahrstuhltür – auf der Ostseite des Gebäudes (Richtung Museumsinsel) – wurde tatsächlich geküsst!

Dieses Fundstück wird wohl nur noch kurze Zeit zu bewundern sein, denn die Reinigungskraft arbeitet sich gerade von Fahrstuhl zu Fahrstuhl zur Sauberkeit vor…

 


 

Aquarium oder Voliere
 


 

Angeblich wird der terassenförmige Lesesaal im Grimm-Zentrum im Volksmund “Aquarium” genannt. Da fragt man sich dann doch, warum ein Vogelfreund diesen Schutzaufkleber angebracht hat? Hält er die Bibliothek für einen großen Vogelkäfig? Oder wollte er lediglich weitere Papierflieger davor bewahren sich zu verirren?

Entdeckt im 5. OG, an der Südseite der Leseterrassen.

 


 

Bibtag-Special, Tag 3: Probier’s mal mit Gemütlichkeit!


Im Parlatorium – unserer Leselounge im Erdgeschoss – kann man es sich auch mal mit der Kuscheldecke gemütlich machen… Übrigens ist das Parlatorium einer der Bereiche im Grimm-Zentrum, in denen Nutzerinnen und Nutzer sich – bei moderater Lautstärke – unterhalten können.

 


 

Bibtag-Special, Tag 2: Studentenfutter


Gefunden während der Langen Nacht der Wissenschaften, die am Samstag, den 28. Mai in Berlin stattgefunden hat.

 


 

Bibtag-Special, Tag 1: Finde den Fehler


 


 

Die drei ??? und der letzte Biss


Nicht nur unsere Nutzerinnen und Nutzer tragen zum Wachstum dieses Blogs bei, auch bei den Kolleginnen und Kollegen kann man Kurioses entdecken – wie hier das Drei-Fragezeichen-Pausenbrot. :)

 


 

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Gefunden im Foyer an der Treppe zu den Garderobenfächern.

 


 

Lärm macht erfinderisch


Gefunden am 17. Februar 2011 in einem der Fahrstühle, professionell laminiert und mit HU-Logo versehen. Dennoch kein Produkt der Bibliothek.

 


 

Schwein gehabt?
 

Folgende Mail erreichte vor kurzem unsere Ortsleihe:

Liebe Mitarbeiterin, lieber Mitarbeiter!
Schon seit einigen Tagen und einer Mahnung ist ein stattlicher Stapel Bücher,
den ich hier habe, fällig, und es tut mir wahnsinnig leid, dass ich sie noch
nicht zur Wiederausleihe vorlegen konnte. Das Problem ist, dass ich gerade gut
zwei Wochen mit – tatsächlich – der Schweinegrippe darniederlag und wirklich auf
ganzer Linie ausgeschaltet war. Gerade kehre ich die Scherben dieses Dramas
wieder auf, aber ich schaffe es leider erst am Freitag mit den Büchern in die UB
zu kommen. Darauf gebe ich Ihnen aber mein Wort. Bitte entschuldigen Sie, dass
ich mich erst jetzt melde, aber ich war wahrlich nicht ganz in dieser Welt in
dieser Zeit… Falls Sie diese Information brauchen, meine Accountnummer bei
Ihnen lautet XXX.
Haben Sie einen schönen Tag!
Herzliche Grüße,
XXX

 


 

Bestechungsversuch


 


 

Wende-Origami: Schwan oder Hund?


   

Gefunden in einem Bücherregal

 


 

Abgelaufene Fristen



 

Leihfristzettel aus sechs Jahrzehnten des 20. Jh. Gefunden vom RFID-Team in verschiedenen Büchern.

 


 

Ehrliche Haut gesucht

 

Leider kam dieses freundliche Angebot ohne Adresse, aber vielleicht klappt es ja auf diesem Wege: Ja, wir nehmen die Bücher gern zurück und bedanken uns für diese Ehrlichkeit.

 


 

Am Anfang stand die Maus

 


 

Angeblich haben über 800 Bibliotheken weltweit eine Bibliothekskatze. Gründe hierfür werden nicht genannt. Möglicherweise haben diese Bibliotheken ein Mäuseproblem. Auch bei uns tauchte Ende letzten Jahres eine Maus auf. Eigentlich waren es sogar mehrere Papier-Mäuse, die sich über einige Wochen in den Regalen des Freihandbestandes anfanden – und es gab noch weitere Origami-Variationen. Nicht zuletzt diese Funde waren es, die uns – in bester bibliothekarischer Manier – bewogen mit dem Sammeln von Kuriositäten anzufangen.

 


 

Verirrt


Entdeckt im 3. OG, Richtung Museumsinsel – unerreichbar für jeden Ordnungsfanatiker…

 


 

Dem Ärger freien Lauf lassen...


Gefunden an einer Bücherbox.

In den Bücherboxen können Medien für 3 Tage zurückgelegt werden. Nach 3 Tagen werden die Bücherboxen von Mitarbeitern der UB geleert und die Bücher zurück an ihren Platz ins Regal gestellt.

 


 

Bullet Hole - Überbleibsel aus dem Häuserkampf


Bei öffentlichen Bauprojekten muss ein bestimmter Prozentsatz der Bausumme für so genannte “Kunst am Bau” verwendet werden. Häufig ist es schwierig, Kunstwerke zu finden, die bei den “Hausbewohnern” Anklang finden – zumal die Meinungen über Kunst ohnehin weit auseinandergehen.
Arun Kuplas Kunstwerk “Bullet Holes” stellt zumindest eine Beziehung zur städtischen Umgebung und ihrer Geschichte her, denn es zeigt stark vergrößerte Aufnahmen der Einschusslöcher in den Fassaden Berlin-Mittes aus dem Häuserkampf der letzten Weltkriegstage. Da sich hierunter auch Bilder von der Dorotheenstraße 1, dem langjährigen Verwaltungssitz der Universitätsbibliothek finden, bildet das Kunstwerk für die Bibliothek auch ein Bindeglied zur eigenen Geschichte.

Eindrückliche Bindeglieder zur Geschichte und zum Häuserkampf finden sich aber auch in unserem Bestand. Magazin-Mitarbeiter der Bibliothek brachten uns den hier abgebildeten Band, der jetzt allerdings ausgesondert und neu angeschafft wurde.

 


 

Pssst!


Gefunden an der Glasscheibe einer Tür im 7. OG (Oktober 2009).

 


 

Die neuen Leiden des jungen...


Mein vielgeliebtes Sternchen!

Wie Du aus diesem lyrischen Erguß ersehen kannst, habe ich große Sehnsucht nach Dir…Kommst Du mit Deiner Hausarbeit weiter? Ich habe in mein Zeug jetzt auch einmal “hineingesehen”. Insgesamt gesehen sehr wenig Literatur, dazu noch teilweise widersprüchlich (und manchmal an entscheidenden Stellen) und zu meinem Thema recht wenig. Aber meine 15 Seiten kriege ich schon zusammen…

…Mir geht es gut, obwohl ich mich halb todfriere. Total zentralheizungsverwöhnt. Aber langsam akklimatisiere ich mich. Und bei dem Gedanken an Dir wird mir sowieso warm ums Herz. So mußte ich mir eben den Pullover ausziehen – derart bin ich beim Schreiben ins Schwitzen gekommen…

Gefunden in einem Buch von Studierenden des RFID-Projektes. Diese insgesamt 70 studentischen Hilfskräfte haben im groß angelegten RFID-Projekt im Grimm-Zentrum bereits über 1,8 Millionen Bücher umgearbeitet und mit sogenannten RFID-Tags (Etiketten) versehen. Mit Hilfe von RFID-Technik haben wir die Medienausleihe und -rückgabe in Selbstbedienung eingeführt, bargeldloses Zahlen mit der Mensacard in die Automaten integriert, die Mediensicherung optimiert und konnten dadurch die Öffnungszeiten deutlich verlängern (Mo-Fr. 8-24 Uhr, Sa und So 10-18 Uhr).

 


 

Don Origami


Gefunden in einem der Regale des Freihandbestandes.

 

 


 

Prüfungsvorbereitung einmal anders

 

Durch eine Auszubildende wurden wir im April auf eine Reihe von Zeichnungen aufmerksam gemacht, von der wir hier die erste präsentieren. Unsere Mitarbeiterin kommentierte recht plastisch:

Nun, in der 7. Etage (Blick gen Alex) zeigen unsere zukünftigen Juristen, was – nicht nur fachlich – in ihnen steckt. In den Regalbeschriftungskästen [...] hängen immer wieder lustige Zeichnungen. Aktuell: Prüfungsvorbereitung einmal anders: Paragraphen mit entsprechenden Comicstrips.

 


 

Leser(-innen) Nachwuchs?
 


Gefunden im Rahmen des RFID-Projektes in einem Buch. (Falls die Mutter oder der Vater ihr Kind hier wiedererkennen, wir heben das Foto noch eine Weile auf.)

 


 

Dress-Code gegen Konzentationsstörungen

Aus der Rubrik: Anregungen und Kritik (September 2010)

Sehr geehrter Herr [Bibliotheksmitarbeiter],

natürlich möchte ich niemandem vorschreiben wie er oder sie sich zu
kleiden hat, aber vielen Kommilitonen und Kommilitoninnen und mir ist
schon sehr oft aufgefallen, dass Absatzschuhe in den stillen Bereichen der
Bibliothek viel Lärm verursachen und sich nachteilig auf die Konzentration
auswirken. Mich wundert es, dass andere Lärmquellen, wie Telefonieren und
sich laut Unterhalten verboten sind und das hämmernde Geräusch von
Absatzschuhen nicht.

Deshalb wollte ich anfragen, an wen man sich wenden müsste, um dieses
Problem zu diskutieren. Oder ob solch eine Angelegenheit vielleicht am
besten bei einer studentischen Vollversammlung diskutiert und abgestimmt
werden sollte und inwiefern die UB ein mögliches Verbot des Tragens von
Absatzschuhen durch eine studentische Vollversammlung akzeptieren würde.

Mit freundlichen Grüßen

[Bibliotheksbenutzer]

 


 

to do: dann schlafen


- Auto waschen
- tanken
- Öl nachschauen
- Wischwasser nachgießen
–> dann an meinen Bruder übergeben, damit der morgen in Urlaub fahren kann
- danach einkaufen
- danach wäsche waschen, saugen, kochen und mit
- Julia telefonieren
- dann schlafen (ca. 23:45)

Zeitmanagement in Fliegerform.

 


 

Strafrecht leicht gemacht


Aus der Reihe “Prüfungsvorbereitung einmal anders” gefunden im April im 7. OG, hinter der Plexiglas-Vorrichtung zur Regalbeschriftung

 


 

Das Bücherwagenlazarett

 

Vom 12. Oktober 2009 bis zum 12. Oktober 2010 mussten insgesamt 53 nagelneue, der dudlerschen Farbgebung angepasste Bücherwagen repariert werden, weil ihnen ein oder auch mehrere Räder abgefallen waren. So sind im EG hinter der Lehrbuchsammlung nicht selten Bücherwagen zu sehen, die auf den nächsten Transport zur Werkstatt warten.

 


 

Dämonischer Sandmann


Gefunden an einer Bücherbox:

Bitte nicht wieder die Münchner Ausgabe
aus “Versehen” wegräumen, oder Sie
kriegen böse Träume!

(Sie ist nicht Präsenz und ich schreibe meine Magister-
arbeit, also Bitte!)

In den Bücherboxen können Medien für 3  Tage zurückgelegt werden. Medien mit dem Vermerk Präsenz, Medien aus der Lehrbuchsammlung, ausgeliehene Medien, Medien aus anderen Bibliotheken oder persönliche Unterlagen sind davon ausgeschlossen und werden vom Personal aus den Bücherboxen entfernt.

 


 

Mach mal wieder PAUSE ... aber nicht länger als 60 Minuten

 

Die Pausenscheibe wurde Anfang April als Reaktion auf den großen Ansturm auf das Grimm-Zentrum eingeführt (durchschnittlich 5.950 Besucher am Tag, Spitzenwert von über 8.000 Besuchern am französischen Nationalfeiertag!). Sie  soll verhindern, dass Plätze während einer Vorlesung u.Ä. über einen längeren Zeitraum blockiert werden, ohne benutzt zu werden. So hat der Einsatz der Pausenscheibe zu einer besseren Auslastung der Arbeitsplätze geführt.

Zudem hat sie bereits Nachahmer gefunden und es in das Magazin einer renommierten Zeitung geschafft.

 


 

Lieber Mr.T. ...

 

Ein Brief einer vergangenen Zeit (leider ohne Datum), gefunden in einem Buch (im Rahmen des RFID-Projektes)

Ein Auszug von Seite 3:

…Ich werde für alle Fälle [unleserliches Wort] mitnehmen, das ist zwar nicht gern gesehen, aber an allem ist ja bloß die FDJ schuld, die sich als Polizei aufspielt, sonst bliebe ich doch zu Hause und ließe den alten Philister aus der frz. Schule Grammatik lesen – vielleicht würde ich schlafen und einen Angsttraum über seine Grammatik bekommen, aber das ist doch noch provakativer…

 


 

Friede den Bibliotheken?

 

Von wegen. Leider mussten wir hier Strafanzeige gegen Unbekannt stellen. Vergehen: Sachbeschädigung.

 


 

casus vulgaris - Zivilrecht mit der Hemmer-Methode

 

Letztes Stück der Reihe “Prüfungsvorbereitung einmal anders” aus dem 7. OG.

 


 

Origami Familie, R.I.P.

 

Wir trauern um folgende Mitglieder der Familie Origami, einst beheimatet im Freihandbestand des Grimm-Zentrums, nun leider den übereifrigen Reinigungskräften zu Opfer gefallen: eine Maus, ein Krebs, 2 Schnecken, 3 Vögel und ein Schwein.


 

Zu guter Letzt:

 

Ein digitales Fundstück.

Bei der Abbildung handelt es sich um einen Teil des Kunstwerkes Esc-Enter von Rolf Wicker, das auf dem Vorplatz des Grimm-Zentrums installiert wurde.

 



 

Warum es Dr. Dreist und der kostenlose Manstrip nicht in diese Ausstellung geschafft haben
 

Wenn bei über 2 Millionen Büchern jemand etwas verstellt, ist die Not meist groß: Nur durch Zufall oder bei aufwendigen Bestandsrevisionen werden diese Bände wiedergefunden und bleiben oft vermisst. Die Bücherboxen wurden u.a. eingerichtet, um das bewusste Verstecken von Büchern in Nestern zu vermeiden, was leider einen Juristen nicht davon abhielt:  Dies ist der Handapparat von Dr. Dreist musste ein Mitarbeiter auf einem Zettel bei ein paar versteckten Rechtskommentaren lesen. Er steckte den in der Tat dreisten Zettel in die Gesäßtasche und schleppte die Bücher zu einem Bücherwagen. Auf dem Weg durchs Haus fiel ihm der Zettel leider aus der Hose, so dass er als Kuriosität verloren ging

Biete kostenlosen Manstrip. Dieses kleine Zettelchen klebte eines Tages am schwarzen Brett* im Foyer des Grimm-Zentrums. Da es natürlich nicht von uns abgestempelt war, landete es sofort im Müll. Kurz danach erst kam uns die Idee solcherlei Kuriositäten zu sammeln. Aus diesem Grund hat es der kostenlose Manstrip leider nicht in diese Ausstellung geschafft

*Am schwarzen Brett können Mitteilungen der Universität und Plakate für Veranstaltungen und Ausstellungen ausgehangen werden. Für den Aushang vorgesehene Plakate können an der Erstinformation oder beim Wachschutz abgegeben werden. Die Öffentlichkeitsarbeit der UB stempelt diese ab und hängt sie ans schwarze Brett. Alle ungestempelten Aushänge werden von dort regelmäßig entfernt.