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Amtsketten der Fakultäten

Die Amtsketten der Fakultäten in der Kunstsammlung der Humboldt-Universität stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Geschichte der Amtsketten der Fakultäten in der Kunstsammlung der Humboldt-Universität

(Text: Angelika Keune)

Die erste Amtskette für einen Rektor und die entsprechenden Statussymbole für die Dekane der Fakultäten sind für die Wiener Universität 1804/1805 nachweisbar. Dem wollten auch die Professoren der Berliner Universität folgen. Schon die Humboldtsche Einrichtungskommission erbat 1809 vom König die Anfertigung von Amtsketten für den Rektor und die Dekane. Doch es blieb wohl bei den wiederholten Bitten der Professoren und Absichtserklärungen des Kultusministeriums, denn es sind keine Amtsketten der traditionellen Fakultäten wie der Philosophischen, der Medizinischen, der Juristischen und der Theologischen Fakultät erhalten oder dokumentiert.

Dennoch ist die Humboldt-Universität im Besitz von Amtsketten von Fakultäten, und zwar der Rektoren der Landwirtschaftlichen Hochschule, der Handelshochschule und die besonders ansehenswerte der Tierärztlichen Hochschule Berlin. Diese Hochschulen wurden 1936 in die Berliner Universität als Fakultäten übernommen und damit wurde dieser Amtsschmuck zu Fakultäts- bzw. Dekansketten.

Darüber hinaus ist durch die Auflösung der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften 1991 die damalige Amtskette des Präsidenten an die Universität gekommen.

Lit.: Max Lenz: Die Geschichte der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Bd. 1 -4, Halle, 1910 - 1918; Gunter Stemmler: Online Zeitung der Universität Wien vom 15. Februar 2002.