DEAL-Projekt

Die HU unterstützt das Projekt DEAL der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, das den Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriften verbessern möchte.

 

Ziel des DEAL-Projektes

Ziel des DEAL-Projekts sind bundesweite Lizenzen mit den großen Zeitschriftenverlagen Springer/Nature, Wiley und Elsevier, die ermöglichen, dass die Artikel deutscher, korrespondierender Autorinnen und Autoren (corresponding authors) künftig Open Access veröffentlicht werden. Auf diese Weise sollen die bisherigen Lizenzkosten durch eine am Publikationsaufkommen orientierte Finanzierung ersetzt werden.

 

Zeitplan des DEAL-Projektes

2014: Vorbereitungsphase (Projektstruktur, Mandatseinholung)

2016: Start der Verhandlungen mit dem Verlag Elsevier

2017: Start der Verhandlungen mit den Verlagen Springer/Nature und Wiley

 

Aktueller Projektstand

 

Die seit Mitte 2016 mit Elsevier geführten Verhandlungen gestalten sich schwierig. Nach den Informationen des DEAL-Projekts hat Elsevier bisher kein Angebot gemacht, das den Erwartungen der Verhandlungsgruppe des DEAL-Projekts entspricht.

Um nachdrücklich zu verdeutlichen, dass die deutsche Wissenschaft einen Wandel in der Finanzierungspraxis der Nutzung wissenschaftlicher Zeitschriften fordert, haben die Präsidien der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität sowie der Vorstand der Charité in enger Abstimmung beschlossen, den laufenden Zeitschriften-Vertrag mit Elsevier nicht zu verlängern.

Dieser Beschluss erfolgt im Schulterschluss mit knapp 200 Einrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen) deutschlandweit, die ihre Zeitschriften-Subskriptionen bei Elsevier ebenfalls gekündigt haben.

 

Versorgungssituation zu Elsevier an der HU ab 01.01.2018

Mit dieser Kündigung wird sich die Humboldt-Universität ab dem 1. Januar 2018 in einem vertragslosen Zustand befinden, der voraussichtlich eine Kappung des Zugriffs auf die aktuellen Jahrgänge der Elsevier-Freedom Collection und der Cell Press-Titel nach sich ziehen wird. Zugriffe auf die im Rahmen von Nationallizenzen und eigenen Lizenzierungen erworbene Archivrechte bleiben davon unberührt.

Die dadurch entstehende Lücke in der Informationsversorgung kann durch die Universitätsbibliothek nur eingeschränkt über Lieferdienste wie die Fernleihe oder Subito geschlossen werden.

Bitte nutzen Sie daher vor allem Ihre wissenschaftlichen Kontakte und legale alternative Beschaffungswege, wie den Dokumentlieferdienst FIZ Autodoc (als Self-Service-Option), wenn benötigte Artikel aus Elsevier-Zeitschriften nicht mehr online zugänglich sein sollten.

Diese vorübergehend mit mehr organisatorischen Aufwänden verbundene Versorgung bitten wir in Kauf zu nehmen. Die Humboldt-Universität unterstützt auf diese Weise mit 200 deutschen Wissenschaftseinrichtungen das Ziel des DEAL-Projekt, mit Elsevier zu konstruktiven Verhandlungen und einer Einigung in 2018 zu kommen.

Mit Rückfragen wenden Sie sich gerne an den Direktor der UB, Herrn Prof. Dr. Andreas Degkwitz (andreas.degkwitz@ub.hu-berlin.de) oder an ub.deal@hu-berlin.de.