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Graphische Porträts

In den Jahren 2007 und 2008 erwarb die Kustodie 25 Wissenschaftlerporträts aus dem Nachlass des bekannten Malers und Zeichners der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts Emil Stumpp. Während die Mehrheit der als BüsteEmil Stumpp: Porträt Max Alsberg, 1928 oder in Öl festgehaltenen Professoren noch heute einem großem Publikum geläufig sind, geben die Lithographien von Stumpp  Hochschullehrer wider, deren Namen oft nur noch einem Fachpublikum  gegenwärtig sind, darunter auch eine Reihe jüdischer Wissenschaftler, die auf Grund der nationalsozialistischen Verfolgungen ihre Wissenschaftskarriere in Deutschland abbrechen mussten, an die nur die wenigsten im Ausland wieder anknüpfen konnten, wenn sie nicht ermordet wurden oder den Freitod wählten. Unter der Überschrift „Wie ich diese Art des flotten Zeichnens liebe“ – Franklin D. Roosevelt zum Zeichner Emil Stumpp“ präsentierte die Kustodie in einer Ausstellung im Lichthof der Universität im Februar 2010 alle erworbenen Lithographien.

 

 

 

Emil Stumpp: Porträt Max Alsberg, 1928, Lithographie, 48,2 cm x 44,0 cm

Foto: HU-Kustodie/Scholz

 

Während Emil Stumpp sich auf das Wesentliche in den Konterfeis der Wissenschaftler konzentrierte und sie oftmals in wenigen Minuten zeichnete, überwiegt in den meisten anderen Porträtgraphiken eine möglichst genaue Wiedergabe des Gelehrten, mitunter mit einer sehr detaillierten Darstellung des aktuellen Gewandes.

 

Die  Mehrzahl der ursprünglich im Senatszimmer der Universität aufbewahrten Zeichnungen und Graphiken sowie die ständig wachsende Zahl der Porträtfotografien befinden sich heute  in der Porträtsammlung der Universitätsbibliothek, die über 5000 Graphiken und Fotografien von Wissenschaftlern vereint, die auch digital erfasst und gut recherchierbar sind.

 

 
 
 
 
 
E. Meyer: Porträt J. G. Naumann, Lithographie, 85 cm x 52 cm
bezeichnet links unten: Lith. v. E. Meyer
bezeichnet Mitte unten: Ober- Stabs-Roßarzt und Professor
handschriftl.: J. G. Naumann
bezeichnet rechts unten: Gedr. b. J. Kuhr i. Berlin
 
Foto: HU-Kustodie/A. Retzlaff

 

Dr. Angelika Keune

 

Weitere graphische Porträts

 

Conrad Fehr: Porträt Karl Theodor Weierstraß, 1895

 

 

 
 
 
 
 
Conrad Fehr: Porträt Karl Theodor Weierstraß, 1895, Radierung, 52 cm x 35 cm
r.u.: handschriftl. Conrad Fehr 1895
 
Fotos: HU-Kustodie/Scholz
 
 
 
 
Wilhelm Hensel: Porträt August Boeckh
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wilhelm Hensel: Porträt August Boeckh, Lithographie, 41 cm x 32 cm
 
bez. m. u.: handschriftl. Schweigend dichtet der Maler. Und redend malet der Dichter: Doppelt beglückt, wem gab Charis die doppelte Kunst! Berlin d. 12 Juni 1842  Böckh
 
1997 restauriert von Reno Sartorius