Open Access

Was ist Open Access?

Open Access bezeichnet den kostenfreien und öffentlichen Zugang zu qualitätsgeprüften, wissenschaftlichen Ergebnissen im Internet. Digitale Volltexte wissenschaftlicher Publikationen können so ohne rechtliche und technische Barrieren gelesen, kopiert, verteilt, gedruckt und durchsucht werden.

Open-Access-Policy

Die Humboldt-Universität unterzeichnete als eine der ersten universitären Einrichtungen in Deutschland die  „Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ und hat sich damit klar zum offenen Zugang zu wissenschaftlicher Information bekannt.

 

Im Jahr 2006 hat der Akademische Senat der Humboldt-Universität eine institutionelle Open-Access-Policy „Open-Access-Erklärung der Humboldt-Universität zu Berlin“ verabschiedet. Darin empfiehlt die Humboldt-Universität allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihre Beiträge in Open-Access-Journalen einzureichen oder als Zweitveröffentlichung auf dem edoc-Publikationsserver zur Verfügung zu stellen sowie Monografien und Sammelwerke auf Open-Access-Plattformen zu veröffentlichen.

Die Open-Access-Publikationswege

 

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Humboldt-Universität zu Berlin wird empfohlen, ihre Publikationen als digitale Volltexte im Open Access verfügbar machen. Dies kann auf zwei Wegen geschehen:

Green Open Access

Der Grüne Weg bezeichnet die Zweitveröffentlichung einer Publikation, die bereits bei einem Verlag veröffentlicht wurde. Für die Zweitveröffentlichung können institutionelle oder disziplinäre Open-Access-Dokumentenserver (Repositorien) genutzt werden. An der Humboldt-Universität steht dazu der edoc-Publikationsserver der Universität zur Verfügung. 

 

Die Zweitveröffentlichung kann zeitgleich oder nachträglich zur Publikation im Verlag erfolgen und ist für Preprints und Postprints wissenschaftlicher Artikel, aber auch für andere Dokumentarten wie z.B. Monografien, Forschungsberichte oder Konferenzbeiträge möglich. 

Einen Überblick darüber, was Verlage in Hinblick auf Zweitveröffentlichung erlauben, bietet die SHERPA-RoMEO-Liste. Dabei ist zu beachten, dass die Liste nicht rechtsverbindlich ist und daher der Autorenvertrag stets genau zu prüfen ist.

 

Sind die von Verlag eingeräumten Rechte zur Zweitveröffentlichung nicht ausreichend (z.B. bei Verpflichtungen aus Open-Access-Mandaten von Forschungsförderern), kann auf Rechte gemäß § 38 (4) UrhG zurückgegriffen werden, die die Zweitveröffentlichung nach 12 Monaten für Beiträge in einer periodisch erscheinenden Sammlung (Zeitschrift) erlaubt. Näheres dazu unter: FAQ zum Zweitveröffentlichungsrecht

Weiter besteht die Möglichkeit sich bereits im Autorenvertrag ein einfaches Nutzungsrecht vorzubehalten und einen Anhang zum Autorenvertrag zu erstellen oder Vertragsklauseln zu streichen, um eine zeitnahe Zweitver­öffentlichung auf dem edoc-Publikationsserver zu ermöglichen. Weiterführende Informationen zu Verlagsverträgen bietet die Informationsplattform open-access-net.

Gold Open Access

Beim Goldenen Weg sind wissenschaftliche Ergebnisse unmittelbar mit der Publikation sofort im Internet frei verfügbar.

In den vergangenen zehn Jahren sind eine Vielzahl von Open Access-Zeitschriften gegründet oder bisher lizenzpflichtige Zeitschriften in Open-Access-Zeitschriften transformiert worden. Die Geschäftsmodelle zur Finanzierung von Open-Access-Publikationen sind vielfältig und unterscheiden sich nach Fachdisziplin und Dokumentenart. Ein stark verbreitetes Finanzierungsmodell ist die Erhebung von Article Processing Charge (APC) von den Autorinnen und Autoren, als Voraussetzung zur Veröffentlichung der Publikation.

Um nach fachlich geeigneten Open-Access-Journalen zu suchen, steht das Directory of Open Access Journals (DOAJ) zur Verfügung.

Im Directory of Open Access Books (DOAB) kann nach frei zugänglichen Monographien recherchiert werden.

Open-Access-Beratung

Sie haben die Möglichkeit die Publikationsberatung der Humboldt-Universität zu Berlin in Anspruch zu nehmen. An der Humboldt-Universität sind die Universitätsbibliothek und der Computer- und Medienservice zentrale Ansprechpartner.

 

Open-Access Beauftragter der Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Andreas Degkwitz

Direktor der Universitätsbibliothek der Humboldt Universität zu Berlin

andreas.degkwitz@ub.hu-berlin.de
Tel:  +49 30 2093-99300
Fax: +49 30 2093-99311

 

Autorenbetreuung für digitale Publikationen
Dr. Sabine Henneberger
edoc@cms.hu-berlin.de
Telefon +49 30 2093-70075
oder
Sandra Golda
edoc@hu-berlin.de
Telefon +49 30 2093-70073

Autorenbetreuung für Zweitpublikationen
Sandra Golda
openaccess@ub.hu-berlin.de
Telefon +49 30 2093-70073

 

Für Fragen zu den verschiedenen Open-Access-Lösungen für die Erst- und Zweitpublikation, Anregungen oder konkrete Hilfestellungen schreiben Sie uns gerne an openaccess@ub.hu-berlin.de.

Weiterführende Informationen

Eine ausführliche Einführung zu Open Access und weitere vertiefende und fachspezifische Informationen finden Sie auf der deutschsprachigen Informationsplattform Open Access.

 

Eine weltweit genutzte Open-Access-Lizenz ist die Creative Commons Lizenz. Sie können einen der vorgefertigten Lizenzverträge auswählen, um die rechtlichen Bedingungen für ihre Publikation festzulegen.