Bibliotheksglossar

Mit Dank entnommen dem "Glossar zu Begriffen der Informationskompetenz" der Universitätsbibliothek Kaiserslautern und ergänzt bzw. angepasst durch die Webredaktion.

 Lexikon
Nachschlagewerk mit alphabetisch angeordneten Einträgen; für alle Wissensgebiete oder ein bestimmtes Fachgebiet.
 
Beispiel: *Meyers Enzyklopädisches Lexikon*
*Lexikon des Mittelalters*
*Römpp-Lexikon Chemie*
 Link
Verknüpfungen zur Verbindung von Dokumenten innerhalb des World Wide Web (externe Links), innerhalb von Hypertextsystemen (interne Links) oder von Informationen innerhalb eines Dokuments (Intra-Links).
 Link Resolver
Software, die es bei der Literatursuche in Datenbanken ermöglicht, von den darin ermittelten Treffern entweder unmittelbar zu den entsprechenden Volltexten zu gelangen (z. B. bei Aufsätzen in elektronischen Zeitschriften), das Vorhandensein und die Standortangaben eines Mediums in einem Bibliotheks- oder Verbundkatalog zu ermitteln oder seine Bestellung über Fernleihe, Dokumentlieferdienste oder den Internetbuchhandel anzustoßen. 
 
Die Programme erleichtern die Literatursuche erheblich.
Wo sie nicht zur Verfügung stehen, müssen Suchanfragen stets zweifach erfolgen: Zum einen in der jeweiligen Datenbank, um zunächst zu einem Thema passende Treffer zu ermitteln, und zum anderen in einem Bibliotheks-, Verbund- oder Buchhandelskatalog, um das entsprechende Dokument erhalten zu können.
Bei allen Datenbanken, für die Link Resolver zum Einsatz kommen, kann die  zweite Suchanfrage entfallen.
 Literaturverwaltungsprogramm
Software für die Verwaltung und Weiterverarbeitung von Literaturhinweisen und Zitaten.
 
Früher wurden Literaturhinweise mit Hilfe von Karteikästen gesammelt und geordnet. Heute werden dazu Literaturverwaltungsprogramme genutzt, die die Verwaltung und Weiterverarbeitung von Literaturangaben auf elektronischem Wege ermöglichen.
I. d. R. bieten diese Programme folgende Funktionalitäten:

- in Datenbanken und Online-Katalogen ermittelte Literaturhinweise können in das Literaturverwaltungsprogramm übernommen werden - direkter Import der Datensätze
- Literaturhinweise können aus dem Literaturverwaltungsprogramm in eigene Dateien übernommen werden - direkter Export der Datensätze
- Quellenangaben lassen sich in gebräuchlichen Ausgabeformaten formatieren 
- automatische Erstellung von Literaturverzeichnissen
- Suchmöglichkeiten
- Eingabemöglichkeiten für Zitate und eigene Anmerkungen  
Beispiel: *Endnote*, *Bibliographix*, *LiteRat*, *Citavi*, *RefWorks*, *LiberDat*
 Lizenz
In Zusammenhang mit elektronischen Informationsmitteln:
Zugriffsrecht, i. d. R. zeitlich befristet. 
 
Datenbanken und elektronische Zeitschriften werden i. d. R. nicht käuflich erworben, sondern zur Nutzung lizenziert. Der Verlag oder Anbieter räumt der Bibliothek bzw. ihren Nutzern gegen Gebühr das Recht ein, auf eine Datenbank oder die Volltexte einer elektronischen Zeitschrift zuzugreifen.
Rechte und Pflichten von Lizenzgeber (Verlag oder Anbieter) und Lizenznehmer (Bibliothek) werden in einem Lizenzvertrag geregelt. Dieser enthält u. a.

- Festlegung des zugelassenen Nutzerkreises
- Höhe der Lizenzgebühr
- Dauer der Lizenzvereinbarung
- Nutzungsmöglichkeiten der lizenzierten Informationen für Fernleihe und Dokumentlieferdienst
- Sicherung des Zugangs zu einmal bezahlter Information für die Bibliothe  
 
Beispiel: Lizenzverträge für Datenbanken in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zusammengestellt von der *German, Austrian and Swiss Library Consortia Organisation (GASCO)*