Bibliotheksglossar

Mit Dank entnommen dem "Glossar zu Begriffen der Informationskompetenz" der Universitätsbibliothek Kaiserslautern und ergänzt bzw. angepasst durch die Webredaktion.

 Handapparat
Zusammenstellung von ausgewählter Literatur eines bestimmten Wissensbereiches in einer Bibliothek, die mehreren Personen zum zeitnahen Gebrauch zur Verfügung steht und daher nicht ausgeliehen werden kann.
 
Vielfach werden Handapparate nicht in der Bibliothek selbst, sondern in Instituten und an Lehrstühlen geführt. Manche Bibliotheken bieten Wissenschaftlern die Mög-lichkeit, für ihre Forschung wichtige Literatur ständig oder längerfristig an ihrem Arbeitsplatz im Institut aufzustellen.
 Handbuch
Zusammenstellung des Stoffes eines Wissensgebietes.
 
Handbücher können als Nachschlagewerk dienen. Die Inhalte sind alphabetisch, chronologisch oder nach thematischen Gesichtspunkten geordnet.
 
Beispiel: Handbuch der Musikberufe : Studium und Berufsbilder / hrsg. von Eckart Rohlfs. - Regensburg : Bosse, 1988. - 359 S. : graph. Darst.; (dt.) (Bosse-Musik-Paperback ; 26), ISBN 3-7649-2245-1
 Handschrift
Begriff aus der Buchkunde zur Bezeichnung von Büchern, die vor der Erfindung des Buchdrucks handschriftlich angefertigt wurden.
 
Der Großteil der erhaltenen Handschriften ist auf Pergament geschrieben, nur we-nige auf Papyrus. Vom 14. Jh. an entwickelt sich Papier zu dem wichtigsten Schrift-träger. 
Das Handschriftenforum *Manuscripta Mediaevalia* bietet Informationen zu über 60.000 Handschriften im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus.
 Herausgeber
Person (oder auch Personengruppe), die schriftstellerische, wissenschaftliche bzw. künstlerische Beiträge eines oder mehrerer Autoren zur Publikation vorbereitet und somit die Rolle des geistigen Leiters einer Veröffentlichung einnimmt. 
 
Bei Literaturzitaten wird der Herausgeber meistens "Hrsg.", seltener "Hg." oder "ed." abgekürzt. Für die Suche im Online-Katalog ist zu beachten, dass bei Medien mit zwei und mehr Herausgebern in der Regel nur nach dem ersten Herausgeber gesucht werden kann.
 
Beispiel: Kuba heute : Politik, Wirtschaft, Kultur / Ottmar Ette ... (Hrsg.). - Frankfurt am Main : Vervuert, 2001. - 863 S. : graph. Darst., Kt.; (dt.) (Bibliotheca Ibero-Americana ; 75), ISBN 3-89354-575-1
 Hessisches Bibliotheksinformationssystem
Zusammenschluss der wissenschaftlichen Bibliotheken in Hessen und Teilen von Rheinland-Pfalz.
 
Zu den Funktionen siehe Bibliotheksverbund.
 Hessisches Bibliotheksinformationssystem-Verbundkatalog
Nachweis der Bestände des Hessischen Bibliotheksinformationssystems in einer gemeinsamen Datenbank.
 Historie
Anzeige der Suchanfragen und Suchergebnisse, die bis zu einem bestimmten Zeit-punkt in einem elektronischen Informationsmittel durchgeführt worden sind.
 
Die Ergebnisse können meist nachträglich unter Nutzung von Booleschen Operato-ren verknüpft werden. Diese Möglichkeit der nachträglichen Bearbeitung von Such-ergebnissen erleichtert die schrittweise Verfeinerung der Recherche, indem zuerst die Suchbarkeit einzelner Begriffe geklärt und anschließend die Ergebnisse mitei-nander verknüpft werden.
 Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen
Zentrale Serviceeinrichtung des Kooperationsverbundes der wissenschaftlichen Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen und eines großen Teils von Rheinland-Pfalz.
 
Zu den Funktionen siehe Bibliotheksverbund.
 
www.hbz-nrw.de
 Hochschulbibliothekszentrum-Verbundkatalog
Nachweis der Bestände der Hochschulbibliotheken Nordrhein-Westfalens und eines großen Teils von Rheinland-Pfalz in einer gemeinsamen Datenbank.
 Hochschulschrift
Sammelbezeichnung für veröffentlichungspflichtige Prüfungsarbeiten, bisher über-wiegend Dissertationen und Habilitationssschriften, zunehmend auch andere Ab-schlussarbeiten.
 Homonym
(griech.)
 
Sprachwissenschaftliche Bezeichnung für Wörter gleicher Lautung und Schreibung, die jedoch in ihrer Bedeutung und gegebenenfalls in ihren grammatischen Merkma-len verschieden sind.
 
Beispiel: Schloss (Verriegelung) und Schloss (Gebäude), Bank (Geldinstitut) und Bank (Sitz-gelegenheit)