Bibliotheksglossar

Mit Dank entnommen dem "Glossar zu Begriffen der Informationskompetenz" der Universitätsbibliothek Kaiserslautern und ergänzt bzw. angepasst durch die Webredaktion.

 E-Learning-Plattform
Software, die die Bereitstellung und die Nutzung von elektronischen Lerninhalten unterstützt und Instrumente für die kooperative Arbeit und die Nutzerverwaltung umfasst. Sie bildet i. d. R. den technischen Kern einer komplexen webbasierten E-Learning-Infrastruktur.
Eine Lernplattform verfügt im Unterschied zu reinen über das Internet angebotenen Lehr- und Bildungsinhalten i. d. R. über folgende Funktionen:
- Administration und Rechtevergabe: Verwaltung von Benutzern (Kursautor ? Kursteilnehmer) und Kursinhalten
- Werkzeuge zur Erstellung von Kursinhalten
- Kommunikations- (z. B. Chat) und Lernwerkzeuge (z. B. Notizbuch, Kalender, Schwarzes Brett)
- Präsentation von Kursinhalten, Lernobjekten und Medien in einem netzwerkfähigen Browser
- Evaluations- und Bewertungsmöglichkeiten
 E-Mail
(engl.) Abkürzung für: electronic mail
Auf elektronischem Weg in Computernetzwerken übertragene, briefartige Nachricht.
 elektronische Zeitschrift
Zeitschrift, die als Netzpublikation veröffentlicht wird.

Elektronische Zeitschriften erscheinen entweder parallel zu einer Zeitschrift, die auch in gedruckter Form vorliegt, oder ausschließlich elektronisch. Als wesentliches Merkmal einer elektronischen Zeitschrift gilt, dass ihre Artikel im Volltext enthalten sind.

Wissenschaftliche elektronische Zeitschriften aller Fachgebiete sind in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) nachgewiesen.
 Elektronische Zeitschriftenbibliothek
Datenbank, die wissenschaftliche  elektronische Zeitschriften aller Fachgebiete nachweist.
Neben kostenlosen, frei zugänglichen Angeboten können Benutzer jeweils auf die von ihrer Heimatbibliothek lizenzierten Zeitschriften zugreifen. Bei nicht lizenzierten Zeitschriften besteht meist die Möglichkeit, die Inhaltsverzeichnisse einzusehen und Artikel gegen Entgelt direkt beim Verlag zu erwerben.
Beispiel:
Sie möchten wissen, welche elektronische Zeitschriften Ihnen im Fach Medizin zur Verfügung stehen. Dazu starten Sie die EZB und wählen in der Fächerübersicht "Medizin" http://rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/fl.phtml?bibid=WLB&colors=7&lang=de&notation=WW-YZ
 Elektronisches Publizieren
Prozess des Veröffentlichens in Form einer Netzpublikation.
Neben Verlagen bieten zunehmend auch Hochschulen und wissenschaftliche Institutionen elektronisches Publizieren auf einem Dokumentenserver an und ermöglichen somit ihren Angehörigen die kostenfreie Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten (Graduierungsarbeiten,  Hochschulschriften,  Forschungs- und  Kongressberichte, Aufsätze, usw.) im Internet. Die  Urheberrechte der Autoren bleiben gewahrt. I. d. R. steht einer weiteren Veröffentlichung in  Zeitschriften, Monografien oder anderen  Dokumentenservern nichts entgegen. Durch Vergabe eines Persistent Identifiers (z. B. DOI, URN) ist ein standortunabhängiger, dauerhafter Zugriff auf das digitale Objekt gewährleistet. Eine noch nicht abschließend gelöste Frage ist die Langzeitarchivierung digital vorliegender Informationen.
Eine wichtige Form des elektronischen Publizierens ist das Open Access-Publizieren mit dem Ziel der kostenlosen Zugänglichmachung wissenschaftlicher Literatur im Internet.
 Enzyklopädie
Strukturierte, möglichst umfassende Darstellung des menschlichen Wissens.
General- oder Universalenzyklopädien dienen der Darstellung möglichst vieler Wissensgebiete, während sich fachspezifische Enzyklopädien auf ein bestimmtes Fachgebiet beschränken.
Beispiel: *Encyclopedia Britannica*
*Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie*
 Ergebnisdarstellung
Auflistung der bei einer Suche in einem Online-Katalog oder einer Datenbank ermittelten Dokumente. 
Bei der Trefferanzeige werden nur einige wenige wichtige Merkmale eines Dokuments angezeigt, z.B. Titel, Jahr und Signatur. Die Dokumente sind nach einem Sortierkriterium, z. B. Erscheinungsjahr, geordnet. Die Trefferanzeige ermöglicht eine grobe Sichtung der Ergebnisse.
 Erschließung
Vorgang der formalen Beschreibung und inhaltlichen Analyse von Medien mit dem Ziel, diese gezielt auffindbar zu machen.
 Europeana
Internetportal, das Zugang zu den digitalisierten Beständen von zahlreichen europäischen Gedächtnisorganisationen bietet.
Zu den beitragenden Institutionen zählen Museen, darunter der Louvre, Archive, Bibliotheken, Ton- und Bildarchive. Die in Europeana verlinkten digitalen Dokumenten reichen von Bildern über Texte und Bücher bis hin zu Tonaufnahmen, Videos und Fernsehsendungen.
 Exakter Titel
Suchkriterium in vielen Online-Katalogen.
Durch die Eingabe des exakten Titelanfangs (mit Artikeln, Bindeworten sowie in der korrekten Wortfolge) lässt sich insbesondere bei der Suche nach Publikationen mit kurzen Titeln die Treffermenge oft sinnvoll reduzieren. Oft trägt das Suchfeld anstatt "Exakter Titel" auch die Bezeichnung "Titelanfang".
Beispiel: Suche nach der Zeitung "Die Zeit"; nach dem Buch mit dem Titel "Das Boot"
 Externe Literaturbeschaffung
Beschaffung von Medien, die nicht an der eigenen Bibliothek vorhanden sind.
 Externer Zugriff
Zugriff auf  lizenzierte elektronische Dienstleistungen (Datenbanken und  elektronische Zeitschriften) von außerhalb der Bibliothek.
Von Hochschulbibliotheken lizenzierte elektronische Dienstleistungen laufen zumeist über eine Campuslizenz, die die Nutzung im Hochschulnetz zulässt und darüber hinaus Hochschulangehörigen durch Einwahl auf den Hochschulserver den Zugriff von zu Hause aus ermöglicht.
Bei Nicht-Hochschulbibliotheken erlaubt die Lizenzsituation in vielen Fällen keinen bzw. nur einen eingeschränkten externen Zugriff. So z. B. wenn neben einem gültigen Benutzerausweis der Bibliothek die Ansässigkeit in einem bestimmten Postleitzahlenbereich gefordert wird.