Bibliotheksglossar

Mit Dank entnommen dem "Glossar zu Begriffen der Informationskompetenz" der Universitätsbibliothek Kaiserslautern und ergänzt bzw. angepasst durch die Webredaktion.

 Cache
Lokales Verzeichnis, in dem ein Browser angezeigte Daten aus dem Internet (Webseiten, Bilder etc.) für eine gewisse Zeit zwischenspeichert, um sie bei einem erneuten Aufruf schneller wieder laden zu können.
Eine Webseite, die z. B. über die "Zurück"-Funktion des Browsers neu aufgerufen wird, wird oft gar nicht im Original, sondern in der im Cache gespeicherten Archivversion angezeigt. Wenn Sie sicher sein wollen, dass Sie die aktuelle Originalversion sehen, verwenden Sie die Browser-Funktion "Seite neu laden".
 Campuslizenz
Berechtigung zur hochschulweiten Nutzung einer elektronischen Dienstleistung (Datenbank oder elektronische Zeitschrift).
Die Zugangsberechtigung wird i. d. R. über die IP-Adressen der Rechner, von denen aus zugegriffen wird, kontrolliert. Da Hochschulen über zusammenhängende IP-Bereiche verfügen, ist eine Datenbank mit Campuslizenz für alle Rechner, die dem Hochschulnetz angeschlossen sind, automatisch freigeschaltet. Darüber hinaus können Hochschulangehörige durch Einwahl auf den Hochschulserver von zu Hause auf die Produkte zugreifen.
 CD-ROM
(engl.) Abkürzung für: Compact Disk Read Only Memory.
Massenspeichermedium, auf dem Daten in digitalisierter Form gespeichert und von einem Laser wieder gelesen werden. Die Daten können vom Anwender nicht verändert werden (Read Only Memory).
Viele Nachschlagewerke, Kataloge und Datenbanken erscheinen in digitaler Form auf CD-ROM und werden von Bibliotheken im Universitätsnetz, auf bestimmten Leseplätzen oder zur Ausleihe angeboten.
 Chat
(engl. to chat: plaudern)
Direkte Kommunikation mehrerer Nutzer in einem Computernetz durch Texteingaben, die sofort auf dem Bildschirm der anderen Chat-Teilnehmer sichtbar sind.
Meist findet die Chat-Kommunikation über das Internet auf speziellen Websites (Chat-Rooms) statt. Zunehmend bieten auch Bibliotheken ihren Benutzern die Möglichkeit, per Chat eine schnelle Auskunft zu ihren Fragen einzuholen.
Beispiel: Econ*Chat*, die Chatauskunft der Virtuellen Fachbibliothek Wirtschaftswissenschaften: http://www.econbiz.de/econdesk/chat.shtml
 Clustering
(engl. Cluster: Haufen, Bündel)
Verfahren, bei dem in einer Menge von Daten zusammengehörige Gruppen gebildet werden.
Clustering-Verfahren werden von manchen Suchmaschinen zur Unterstützung bei der Recherche verwendet. Das Ergebnis einer ersten Suche wird dann nach inhaltlichen Schwerpunkten in Gruppen unterteilt und zur Auswahl angezeigt.
Beispiel:
Die Suchmaschine Vivissimo verwendet eine Clustering-Technik.
 Collaborative Bookmarking
Methode, um Web Sites im Internet gemeinschaftlich mit anderen Internetnutzern zu speichern und zu erschließen.
Zu den bekanntesten Anbietern von Social Bookmarking-Diensten zählen Delicious und Mister Wong. Nutzer können eigene Lesezeichen hinzufügen, löschen, bewerten, kommentieren oder mit Kategorien und Schlagwörtern (sog. Tags) versehen. Dank umfassender thematischer Suchfunktionen (auch über RSS-Feeds) können sie sich die Lesezeichen anderer Nutzer anzeigen lassen und diese auch in die eigene Sammlung übernehmen.
 Collaborative Tagging
Form der freien Verschlagwortung (Indexierung) von Inhalten, die vor allem in sozialen Software-Diensten häufig angewandt wird.
Die registrierten Nutzer von Diensten sozialer Software wie Youtube, Flickr, Delicious ordnen den gespeicherten Inhalten freie, nicht auf einer Normdatei bzw. einem Regelwerk basierenden Schlagwörter (sog. Tags) zu. Die bei diesem Prozess vergebenen Schlagwörter werden auch Folksonomien (engl. folksonomy) genannt. Mehrere Tags können in Form einer Tag Cloud (Wortwolke) visualisiert werden. Die Tags werden dabei in alphabetischer Sortierung flächig angezeigt und besonders stark gewichtete Wörter größer oder durch Fettdruck hervorgehoben dargestellt.
Immer mehr Bibliotheken bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, Treffer im Online-Katalog mit Tags zu versehen.
 Cookie
(am. engl.: Keks, Plätzchen)
Kleine Textdatei, in der ein Web-Server Informationen auf einem PC speichern kann.
Diese Informationen ermöglichen es z. B., dass ein Benutzer bei einem wiederholten Besuch einer bestimmten Website seine gewohnte Umgebung vorfindet. Cookies bleiben i. d. R. nur eine bestimmte Zeit erhalten und können aus Sicherheitsgründen nur von dem Web-Server gelesen werden, der den Cookie ursprünglich angelegt hat.
 Copyright
(engl.) Recht an geistigen Werken im angloamerikanischen Raum.
Das Copyright unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom deutschen Urheberrecht.
 Current-Contents-Dienst
(engl.) Informationsdienst, der regelmäßig die Inhaltsverzeichnisse ausgewählter Periodika zusammenstellt und nutzbar macht.
 
Current-Contents-Dienste können in Form von recherchierbaren Datenbanken und/oder als Alerting-Dienst angeboten werden. Sie werden von kommerziellen Anbietern und auch von einigen Bibliotheken betrieben.
 
Beispiel: Online-Contents der Sondersammelgebiete an deutschen Bibliotheken: http://www.gbv.de/vgm/vifa/
 Cutterung
Verfahren zur alphabetischen Ordnung von Büchern, entwickelt von dem amerikanischen Bibliothekar Charles A. Cutter.
Das Wort, nach dem geordnet werden soll (meist der Nachname des Verfassers), wird nach einer vorgegebenen Tabelle in einer Buchstaben-Zahlen-Kombination codiert. Die Cutterung wird v. a. in Freihandbibliotheken in Verbindung mit anderen Elementen (insbesondere einer Notation) zur Bildung der Signatur eingesetzt.
Beispiel: Cutterung für den Namen "Franck": F822
Cutterung für den Namen "Francke": F823.